Eines der wenigen Musicals, das mich nicht total begeisterte.....


Ich kannte vorher nur die LP Chess, ich mag die Musik von ABBA sehr, also konnte ich davon ausgehen, dass auch diese Musik gut ist, ist sie auch, aber das Musical selber.... ?

Zum Glück hatten einige der Sänger super Stimmen so war wenigstens das zuhören ein Genuss.

Ich habe auch praktisch keine Bilder im Web gefunden... leider.

Story

Gezeigt wird die Londoner-Urfassung des Stücks inklusive des neuen Songs “Someone Elses Story”, der erst seit der Broadway-Fassung in die Show integriert wurde. “Deutsch” sind übrigens nur die eingestreuten Dialoge, gesungen wird in der englischen Originalfassung, was die Verständlichkeit der ohnehin verworrenen Handlung, die dank des schwachen Buches für jede Inszenierung in geänderter Form gezeigt wird, kaum nachvollziehbar ist.
Da ist der amerikanische Schachweltmeister Frederick mit seiner geliebten Sekundantin Florence, die sich in den Gewinner Anatoly aus Rußland verliebt, der daraufhin ins Exil nach England geht und Jahre später vom Exchampion in Bangkok mit seiner Frau Svetlana konfrontiert wird, um seinen Titel an den neuen Herausforderer aus Rußland zu verlieren. Aber selbst Florence, die in Ungarn geboren wurde und mit den Hintergründen um ihren verschollenen Vater von den Russen erpreßt, kann den Sieg Anatolys nicht verhindern und die beiden trennen sich.


Das menschliche Schachspiel um den kalten Krieg ist in dieser polnischen Produktion mit synthesizer -verstärktem Orchester dank der soliden bis überdurchschnittlichen Leistungen der Hauptdarsteller durchaus sehenswert. Die Inszenierung weist jedoch einige Schwachstellen auf: das treppenförmig gestaltete Stahl-Bühnenbild ist permanent präsent und für eine 150 min Show viel zu unflexibel und langweilig; die 300 Kostüme sind zwar aufwendig und einfallsreich, wirken jedoch allzu oft wie “polnischer Chic”, der nicht in jede Szene paßt; die Choreographie des wirklich starken Balletts wirkt immer unpassend komisch und last but not least die Rolle des “Schiedsrichters”, der als Erzähler wie ein Transvestit aus “Rocky Horror” permanent durchs Bild stolziert, paßt eigentlich nur zu “Cabaret”!



Doch dank dieser Mängel erlebt der Zuschauer einen semi-professionellen Abend, der durch Choreographie und Kostüme immer wieder köstlich amüsiert - uns die Klassiker wie “One Night In Bangkok”, “I Konw Him So Well” und “Pity The Child” sind auch auf einer kleinen Bühne sehens- und hörenswert.

 

There is nothing more to do
No hope, no way
To save the game;
The end of play!
So I lose today
And tomorrow

(Chess: Endgame)

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